Arena - Todesmatch der Giganten - FilmFlausen.de
                          




Arena – Todesmatch der Giganten



Originaltitel: Arena (1991) Regie: Peter Manoogian
Drehhbuch: Danny Bilson & Paul De Meo
Darsteller: Paul Satterfield, Hamilton Camp, Claudia Christian FSK: 16


Der Weltraum, unendliche Weiten, gespickt mit Raumschiffen, Satelliten-Schrott und einem Score aus dem Küchenradio.
Doch was ist das? Dort hinten taucht eine bunt-blinkende Space-Station aus dem Dunkel des Alls hervor, die neben einem poulären Prügel-Stadium, genannt ’Die Arena’ auch eine gewaltige Anzahl grotesker Gestalten zu bieten hat.

Schokotaler-Schuppen
… der letzte Schrei im All.
Aufgrund einer Kneipenkeilerei, verliert der blonde Hüne Steve Armstrong seinen Job, und somit auch seine Wohnung und seine Credibility auf der Station. Sein Boss (ein vierarmiger Küchenchef, lange bevor der Lucas Schorsch mit seinem CGI-Kram daher kam) gewährt ihm Unterschlupf in einer versteckten Katakombe der Station, wo ein Haufen Rauhbeine, Flüchtlinge und Penner herumlungern. Nachdem sie Steve von zwei Schlägertypen verwemsen lässt, bietet die Box-Promoterin Quinn (Claudia Christian, ’Babylon 5’) ihm einen Vertrag für Kämpfe in der ’Arena’ an. Der letzte Sieg eines Kämpfers von Terra (soll wohl die Erde sein) liegt schon 50 Jahre zurück, doch Steve nimmt die Herausforderung an und steigt bald in der Fighter-Riege zum Champion auf.

Und schon bekommen wir auch das erste High-Light des Films präsentiert, und zwar den Kampf zwischen Steve und einem 6 Meter langem Prügelwurm, mit Stelzbeinen und Boxarmen. Wer sich bei dieser unvergesslichen Schrottszene noch nicht vor Lachen in die Hosen gemacht hat, der halte bitte im Publikum nach reihenweise Pappaufstellern ausschau, die wohl aus Mangel an Statisten mal eben auf die Zuschauerbänke geklebt wurden … Heidewitzka!

Gleich kommt die
FUSSDUBLETTE!
Eine Razzia in einem Glücks-Spiel Schuppen, der ein Warzenschwein-Alien mit Namen ’Nase’ als Türsteher hat, Hologramm-Stripperinen, Robo-Kombatanten (“Er hat eine Menge hydraulische Flüssigkeit verloren…“), Riesengläser, in denen das Gesöff ’Mallorianische Mauke’ schwappt und zwei Typen namens ’der Schädel’ (seine Freunde nennen ihn ’Skull’) und ’Weasle’, die auch so aussehen, wie sie heissen, tragen zur allgemein witzigen und irgendwie stimmigen Atmosphäre des Streifens bei.
Noch nicht überzeugt?
Wie wär’s dann mit Steves Sparring-Partner ’Stitches’, einem knuddeligen Saurier-Hai, der die Kampf-Technik ’Fußdublette’ beherrscht und für Pudding kämpft!
Der Film lebt eindeutig von seinen skurilen Wesen und bedient sich an einer Alien-Vielfalt, wie sie zum Beispiel in der berühmten Cantina in ’Krieg der Sterne’ zu sehen war, weist aber selbst schon einige Elemente auf, die u.a. in späteren Sci-Fi Werken wie ’Das 5. Element’ benutzt wurden.
Und auch wenn die Musik an Soundfetzen aus dem Videospielautomaten erinnert, die Schauspieler (die bei diesem Spektakel als schmückendes Beiwerk gelangt hätten) reissen sich zusammen. Sowohl Hauptdarsteller Paul Satterfield (’Creepshow 2’), als auch die Bösewichter Mark Alaimo und Armin Shimermann (welche beide praktisch frühe Versionen ihrer ’Deep Space 9’ Charaktere ’Gul Dukat’ und ’Quark’ spielen) und vor allem Hamilton Camp (’Megaville’), der als putziger ’Shorty’ seinem Namen alle Ehre macht, holen das Beste aus ihrer Performance heraus.

Wer ist schon Rocky?

’Arena – Todesmatch der Giganten’ ist wie eine Cartoon-Version von ’Rocky’, ausgetragen auf der Exploitation-Version von ’Deep Space 9’ ohne Föderations-Präsenz, dafür mit vielen geilen Viechern. Für Ernstis und Sauertöppe ein einziger Stuss, für Trashfans und Flausköppe ein einfaches Muss!

Hudson