Apex - FilmFlausen.de
                          




APEX


‘Trapped in a future they didn't create. Fighting an enemy they cannot stop.’


Originaltitel: A.P.E.X. (1994) Regie: Phillip J. Roth
Drehbuch: Phillip J. Roth, Gian-Carlo Scandiuzzi & Ron Schmidt
Darsteller: Richard Keats, Mitchell Cox, Lisa Ann Russell FSK: 16


APEX - Advaned Prototype Exploration Unit, das sind Roboter, deren Ziel die Erkundung der Zeit ist. Von einem Labor des Jahres 2072 aus, werden diese Maschinen in menschenleere Orte der Vergangenheit zurück geschickt, um dort – weiß der Teufel was- zu machen. So auch zu Beginn des Filmes, als ein APEX 100 Jahre zurück in die guten alten Seventies geschickt wird. Dies wäre kein Science-Fiction-Film über Killer-Roboter, wenn jetzt nicht das passieren würde, was man in amerikanischen Movie-Ads immer hört, sieht und liest: ’Something goes horribly wrong!’

APEX - (AltPlast auf EX)
In der Wüste hat sich eine amerikanische Kleinfamilie verfahren und wird vom APEX attackiert. Ein Wissenschaftler des Projekts, Nicholas Sinclair, gerät ebenfalls in die Vergangenheit, kann die Familie retten und springt durch ein neu geöffnetes Zeittor ’zurück’ in die Zukunft. Hier erlebt er sein blaues Wunder: Eine alternative Zeitlinie hat sich geöffnet, in der ’Endzeit bis zum Abwinken’ angesagt ist. Die APEX und ein rätselhaftes Virus haben einen Großteil der Erdbevölkerung ausgelöscht, die Städte liegen in Trümmern und Sinclair ist hier kein Wissenschaftler mehr, sondern ein simpler Fußsoldat in einer feindlichen Umgebung. Von der Schuld geplagt, muss Sinclair nun schnellstmöglich einen Weg finden, das Kuddelmuddel wieder rückgängig zu machen…

Jaja, der gute, alte ’Riß im Raum/Zeit-Kontinuum’, vor dem uns Doc Brown immer gewarnt hat. Der Mann wußte, wovon er redete.

Die Jungs sind so hart,
die urinieren Stroh 80!
’Terminator’-Klone gab es in den 80ern und 90ern ja genug. Im Gegensatz zu den übleren Vertretern dieser Gattung (beispielsweise ’Time Guardian’), gelingt es Regisseur Phillip J. Roth, seinen Film in ein verhältnismäßig spanndendes und glaubwürdiges Szenario zu versetzen. Die Ausstattung ist für einen Film dieses Kalibers gar nicht schlecht. Die Action setzt zwar keine Maßstäbe, fetzt aber trotzdem, wo sie nur kann. Sowohl das Kriegsgerät (Mini-Cameo vom ’Landmaster’-Vehikel aus ’Straße der Verdammnis’), als auch die stimmigen Outdoor-Endzeit-Sets sind gelungen.
Umso ärgerlicher, dass die titelgebenden APEX-Robis aussehen wie ’Power Ranger’ auf dem ’RoboCop’-Trip (auch hier: unzählige Einstellungen, die aus ’T2’ geklaut sind). Die ’Virtual Reality’-ähnlichen Computergrafiken, in denen die Maschinen durch die Zeit reisen, hätte man lieber im Laufwerk verschimmeln lassen, als sie hier zu präsentieren.
Die Darsteller sind allesamt im Mittelfeld der Spielkunst anzusiedeln. Die Klischees vom harten Marine, vom netten Marine, vom feigen Marine und vom ’Inneren Monolog’-übenden Hauptdarsteller sind durch die Bank weg vertreten.

Uh, oh! Jetzt haben sie daneben gepinkelt!

’Apex’ steckt genau in der Qualitätsmitte unzähliger Science Fiction-Actioner aus dem B-Bereich der Neunziger fest und könnte Freunden selbiger nette 90 Minuten bescheren. Kleiner Tipp an die Macher: Wenn man glaubhaft machen will, dass eine Szene in den Siebzigern spielt, sollte man sich etwas besseres einfallen lassen, als einem Charakter ein lumpiges Kopftuch aufzusetzen!

Hudson