Die Angst im Auge - FilmFlausen.de
                          




Die Angst im Auge


‘Tonight he goes over the edge.’


Originaltitel: Skull: A Night of Terror (1987)
Regie: Robert Bergman Drehbuch: Robert Bergman & Jerry Ciccoritti
Darsteller: Robert Bidaman, Nadia Capone, Nial Lancaster FSK: 18


"Kein Stress, Leute! Ich wollt
nur zum Meathook-Casting!"
Dass es böse Menschen gibt, wissen wir ja alle. Was für besonders finsteres, unmoralisches und versifftes Schweinsvolk tatsächlich in der Welt herumeiert, ist bislang aber nur uns Fernseh-Eulen offenbahrt worden.
Ganz fiese Bastarde toben sich in ’Die Angst im Auge’ aus. Es sind drei Knastbrüder, die eigentlich für 50 Lebenszeiten in den Bau gehören, aber durch eine clevere List während eines Gefangenentransportes befreit werden. Also schön, die clevere List beinhaltet eine Blondine, die am Straßenrand eine Reifenpanne simuliert. Aus dem Polizei-Transporter ausgebrochen, machen sich die Brutaliberts mit ihrem Killerweibchen in einer Schrottkarre auf den Weg durch Wald und Wiesen. Auf der Suche nach einem lauschigen Zwischenstop, kommen sie ausgerechnet im Haus des Bullen an, dem sie kurz zuvor entronnen sind.
Jener hat sowieso schon ein Trauma an der Backe (er erschoss einst unbeabsichtigt eine Blondine im Rotlichtviertel … sowas macht man ja auch nicht) und setzt jetzt alles auf eine Schippe. Und das ist wortwörtlich zu nehmen. Während sich die Übeltäter im Haus an seiner Geliebten vergreifen, seine Frau misshandeln und seine Kinder verwirren, bastelt und schweißt sich der Cop eine Gesichtsmaske aus einer Schaufel, sowie einen Brustharnisch aus alten Backblechen. Mit der Axt im Gürtel, Pfeil und Bogen auf dem Rücken und Benzinkanister in der Hand startet er eine aussichtslose Rettungsaktion…

"Los Guybrush, trau dich! Fass das Monster an!"

Mach’mer’s kurz: Viel Gewalt (Ballereien), ein bissel Schmuddel-Sex, noch mehr Gewalt (Knallereien), Over-Acting an allen Ecken und Enden, dazu ein bisschen Extra-Gewalt (Drallereien) und eine Schaufelmaske, die aussieht, als hätte man Ironman und eine Eule gekreuzt.
Das alles und wenig mehr gibt die ’Angst im Auge’ her, die vor allem den unbedarften Zufallskucker befallen dürfte, der sich mit solcherlei Exploitation-Ware nicht auskennt. Backwood-Madness-Brutalo-Action-Freaks könnte dieser sinnlose Gewalt-Drops schmecken. Aber den lutscht mal ohne mich.


Hudson