American Soldier - FilmFlausen.de
                          




American Soldier



Originaltitel: In Gold We Trust (1991)
Regie: Philip Chalong Drehbuch: Buncherd Dhawee & Tony S. Suvat
Darsteller: Jan-Michael Vincent, Sam J. Jones, Sherrie Rose FSK: 18


In Guns we trust!
Als ein Goldtransport im Mekong-Delta von einer abtrünnigen US-Guerilla-Truppe überfallen, gnadenlos niedergemetzelt und beraubt wird, schickt man den Kriegshelden Moss mit ein paar Spezialisten ins Krisengebiet, um das in eine einbruchsichere NASA-Kapsel verpackte Gold zurückzuerobern. Während die schurkischen Deppen unter dem cholerischen Oberdeppen Slater (Sam Jones) vergeblich versuchen, das Titan der Kapsel zu zerstören, freunden sich Moss und seine Leute mit benachbarten Dschungelkämpfern an. Doch es gibt noch eine weitere Partei im Busch, und zwar eine alte Einheit von Katana-schwingenden Japanern, die scheinbar den 2. Weltkrieg verschwitzt haben. Als sich Slater dazu entschließt, den Titansafe ausgerechnet in deren Trainingshöhle unterzubringen, kommt es zu weiteren Komplikationen. Nach verbissenen Shootouts gibt es nur einen Weg für die amerikanischen Streithammel: Verbrüderung gegen die Japaner. Doch die hält nur kurz an…

“Wenn ihr mich umbringt, fällt meine Körpertemperatur und meine Tätowierung verblasst.“

Ja, mei. Ich weiß ja selbst, dass ’American Soldier’ (mit dem köstlichen Originaltitel: ’In gold we trust’) einer dieser superschundigen frühneunziger Actionhumpen ist, der von gediegenen Filmkritikern hinten und vorne verrissen wird. Aber von einem alten Söldnerfilm-Fan wie mir, der diesen Film damals mit 15 Jahren rauf und runter geschaut hat und trotz besseren Wissens etwas für Jan-Michael Vincent und Sam Jones übrig hat, kann man das einfach nicht verlangen.

Nam-Sam
Warum auch? Der Film ist nicht dümmer als andere Schinken gleichen Kalibers, vorzüglich produziert von der Produktionsfirma ’Cannon’. Und wenn diese Perlen längst vergessener Hausmannskost eins zu bieten hatten, dann Sperrfeuer aus allen Rohren. Und genau da glänzt auch ’American Soldier’. Balleraction satt, Knarrenglühen bis zur Dämmerung und ein Bodycount auf ’Heroic Bloodshed’ Niveau. Es gibt sogar einen Kamikaze-Piloten, der in einen Hubi crasht. Da lacht das Herz, wenn’s was zu knallen gibt.
Man darf eben keine ausgefeilten Charakterzeichungen erwarten. So wird Jan Michael Vincents Figur mit einer quakenden Baby-Ente in der Hose vorgestellt (kein Witz), Sam Jones ’Slater’ gibt den tumben Brüllaffen (“54 Millionen Dollaaaarrrr. Und ich komm nich ran!“) mit solch überagierender Gesichtsakrobatik, dass man meinen will, die Augen fallen ihm gleich aus den Höhlen und die ehrbaren Japaner (wie zum Teufel auch immer sie ins Delta gekommen sind?! Da muss ein Landungsboot die völlig falsche Abbiegung genommen haben!) rennen mit gezückten Schwertern und ’Banzai’-Geschrei ins Schlachtfeld.

“Du hast meinen Vater getötet, du mieses Schwein.“
“Keine Angst. Von jetzt an bin ich dein Daddy!“

Fazit: Hirnlose, aber unterhaltsame Dschungel-Action mit ordentlich Zunder und dem Vorteil der Baby-Ente!


Hudson