Alien Shock - FilmFlausen.de
                          




Alien Shock

aka

Das Geheimnis der fliegenden Teufel


‘The Alien Terror Is Here On Earth’


Originaltitel: Without Warning (1980) Regie: Greydon Clark
Drehbuch: Lyn Freeman, Daniel Grodnik, Ben Nett & Steve Mathis
Darsteller: Tarah Nutter, Christopher S. Nelson, Jack Palance FSK: 18


Tja, wie erklär ich’s euch?
Also da ist dieses Nest, irgendwo in der Prärie, da wohnen die Leute in Wohnwagen (u.a. Cameron Mitchell) oder in der Kneipe (u.a. Martin Landau) und eines Tages kommen auch ein paar Camper vorbei. Das Dumme: In der Gegend wimmelt es plötzlich vor fliegenden Scheibletten-Wesen aus einer anderen Welt, die einen Menschen nach dem anderen anfallen und sie in eine Hütte im Wald an den Fleischerhaken hängen. Zwei überlebenden Camping-Kids gelingt die Flucht. Mit dem Vietnamveteran Joe Taylor (Jack Palance) im Schlepptau, suchen sie den Tatort erneut auf und werden gleich nochmal angegriffen. Was haben sie auch erwartet? Als Krönung erscheint jetzt auch noch der von Paranoia zerfressene Dorfidiot (Landau), der die beiden für Außerirdische hält und den Invasionsplan aus ihnen herauspressen will…

Zitat: “Außerirdische sind keine Menschen, müsst ihr wissen.“

Aua, aua, aua. ’Das Geheimnis der fliegenden Teufel’ geht echt gar nicht.
Hier gibt’s zwar zitierbaren Dialog-Mumpitz in rauhen Mengen (“Sie waren bekannt für ihre Bohnen. Sie waren ein… Bohnenzüchter-Stamm.“), kleine Flugmonster, die aussehen wie ranzige Jagdwurst-Scheiben mit Pepperoni-Tentakeln und einen wahnsinnig agierenden (Oscar-Preisträger) Martin Landau, ansonsten aber vor allem Dialog-Mumpitz, den man niemandem mehr anbieten kann (“Gehen sie nicht zu diesem Ort!“), ein armseliges Obermonster mit Eierkopp und einen peinlich chargierenden (Oscar-Preisträger) Jack Palance. Wozu jetzt das ’aber’? Ganz einfach: Das eine ist amüsant doof und das andere ist einfach schlecht. Und das ’andere’ überwiegt leider maßgeblich. Die zwischendurch andauernde Langeweile und die traurige Ideenlosigkeit des Drehbuchs geben ’Alien Shock’ aka ’Without Warning’ aka ’Alien Warning’ (ja wat denn nu?*) den dreckigen Rest.

“Ja trink noch ein Bier. Und noch eins und noch eins und noch eins, dann spürst du es wenigstens nicht, wenn die sich auffressen.“

Kantinen-Horror!

’Attack of the Flying Jägerschnitzel’ wäre der passendere Titel gewesen. Bei aller Liebe zum Trash, mit all seinen Critters-Scheibletten und Spruchsalven; ’Das Geheimnis der fliegenden Teufel’ war keines, das sich lohnt von irgendjemandem gelüftet zu werden.



Memo von Spooner: Der Originaltitel ist 'Without Warning'. Hm, was haben sie auch erwartet? Ein kleines Schreiben mit der Notiz: "Fliegende Schnitzel werden morgen jeden in der Stadt töten, also macht, dass ihr hier rauskommt!"?

Hudson