Alien Predators - FilmFlausen.de
                          




Alien Predators


‘An Embryo of New Terror... There is No Place to Hide’


Originaltitel: Alien Predator (1987)
Regie: Deran Sarafian Drehbuch: Deran Sarafian & Noah Bloch
Darsteller: Dennis Christopher, Martin Hewitt, Lynn-Holly Johnson FSK: 16


"Kommt Jungs. Unsere Hilfe wird in irgend so'nem grottigen Horrorfilm benötigt!"

Außerirdische Mikroben, die von der Crew der ’Apollo 14’ vom Mond mitgebracht wurden, werden in der Satelliten-Forschungsstation ’Skylab’ erneut ins All geschossen, stürzen später mitsamt Station wieder ab und landen auf einem spanischen Acker, wo die Mikroben sich in einer Kuh einnisten. Der Kreislauf des Lebens nimmt seinen Lauf und bald ist ein ganzes Dorf mit dem Alien-Organismus infiziert. Wenn jetzt nichts passiert, wird bald Spanien, dann Europa und schließlich die ganze Welt folgen. Auftritt unserer Helden: Drei unbedarfte, junge Amerikaner auf dem Holiday-Trip. Zwei junge Männer und die Blondine ihres Herzens (Gebalze des Grauens voraus!) tuckern in ihrem Van durch die Landschaft und geraten bald in das Kuhkaff, in dem seltsame Dinge vor sich gehen. Hier treibt sich auch NASA-Wissenschaftler Dr. Tracer herum, der den Jugendlichen bald über den Weg läuft und sie mit Nachdruck um Hilfe bittet: Entweder helfen sie ihm, ein Gegenmittel zu finden oder die Stadt wird mittels Bombenteppich in wenigen Stunden dem Erdboden gleich gemacht…

Jaha, immer schön im Sputum titschen!

Was für ’ne Pleite!
Schon als Teenager bin ich um das ’Alien Predator’-Video herumgeschlichen, in der Hoffnung, es könnte möglicherweise ein amüsanter Horrorfilm dahinter stecken, jedoch auch mit der Ahnung, es sei nur ein mieses Stückchen Schund, dessen Titel den Kunden verarschen sollte.
Die Hoffnung starb diesmal zuerst und die Ahnung sollte bestätigt werden.
’Alien Predators’ ist Bockmist Total und kann zugekniffenen Auges gerade mal mit ein paar einigermaßen sympathischen (aber keineswegs talentierten) Darstellern, einer Schippe Gekröse und einer unglaublich bescheuerten Szene aufwarten, in der ein LKW mit einer jungen Dame ’Hasch mich!’ durch die Gassen einer kleinen Stadt spielt.
Der Rest dieses abgeschmackten Genre-Mumpitzes ergibt sich aus Sätzen wie “Was ist denn das für ein widerliches Zeug?“ (im selben Augenblick nimmt er den Schleim auch schon in die Hand) und vor allem unerträglicher Ereignislosigkeit, inklusive langer Warterei auf das Erscheinen einer Kreatur, die den Titel irgendwie rechtfertigt. Ja, schon klar, es ging hier mehr um eine Epidemie, als um Monster, aber dann hätte man das Ganze doch bitte wenigstens etwas spannend inszenieren können und dafür ruhig auf unnötige Action-Elemente wie eine Auto-Verfolgungsjagd und eine dicke Explosion verzichtet.

Dunst fatal!

Regisseur Deran Sarafian ließ diesem Machwerk das knallig-doofe ’Interzone’ und den Van Damme Knastfilm ’Mit stählerner Faust’ folgen, zwei Filme die nicht wirklich zu empfehlen sind, ’Alien Predator’ jedoch ohne Anstrengung in den lausigen Arsch treten. Da sieht man’s wieder: Es gibt gute schlechte Filme und schlechte schlechte Filme. Der hier ist schlecht. Aber wie immer geht’s noch viel, viel schlechter. (Eine Grenze nach unten wurde von mir persönlich noch nicht ausgelotet.)


Hudson