Alienator - FilmFlausen.de
                          




Alienator - Der Vollstrecker aus dem All


‘An android hunter from outer space is about to create hell on earth.’


Originaltitel: Alienator (1989)
Regie: Fred Olen Ray Drehbuch: Paul Garson
Darsteller: Jan-Michael Vincent, John Phillip Law, Ross Hagen FSK: 18


“In einem entlegenen Winkel der Galaxie lockt ein schwerbewaffnetes Battallion die Armeen des großen Tyrannen Baal in einen Hinterhalt. Was folgt ist ein Blutbad. Tausende Unschuldige müssen ihr Leben lassen. Der Anführer der Rebellion, Kol, wird gefangen genommen und zum Tode verurteilt. Auf einem dunklen Gefängnisplaneten, von dem noch niemand fliehen konnte, wartet der Gefangene auf die Vollstreckung des Urteils. Heute ist der Tag gekommen, an dem ihn der Scharfrichter zur Hölle schicken soll.“

Soviel zur pompös im Prolog dahergesprochenen Vorgeschichte dieses Science-Fiction-gone bad-Monster-B-Movies aus den Hirnwindungen eines unserer Lieblings-Trash-Torreros, nämlich Fred Olen Ray.

Wenn das Würgen
kommt: Raus damit!
Besagter Rebellist Kor, mit vehementer Seltsamkeit gespielt von FOR’s Regular Ross Hagen (’Gefangene im Weltraum’) kann den Fängen des Executors (Jan Michael Vincent) und überhaupt dem ganzen verdammten Gefängnisplaneten entkommen, landet mit seinem Space-Shuttle auf dem Planeten Vulkan und nennt sich fortan Mr. Spock… nee, schlechter Scherz. Er landet natürlich auf der Erde, da wo die meisten Leute landen, die in Spaceshuttles von irgendwoher fliehen.
Zeit für die böse Baal-Gefolgschaft den ’Alienator’ (TEAGAN!) rauszukramen. Das ist nicht etwa eine außerirdische Version von Miles O’Keefes schwertschwingendem Sandalen-Abnutzer ’Ator’, sondern eine intergalaktische Killerin mit einer riesigen Mikrowellenknarre und einer noch größeren Mikrowellen-Frisur. Zur Kols Glück lernt er ein paar nette College-Kids auf der Durchreise in den amerikanischen Backwoods kennen.

“Wir sind die Toillette für planetaren Abschaum. Unser Job ist abziehen.“

Fred Olen Ray, nay nay nay.
Einen guten Film zu fabrizieren ist einfach nicht sein Ding. Stattdessen haut er mit jedem Film ein bisserl tiefer in die Schundkerbe und kommt dabei doch irgendwie jedes Mal ein bisserl symphatischer heraus.

Ohne Airwolf nix los
Bei ’Alienator’ gibt es natürlich Variationen seiner üblichen C-Z-Grade-Zutaten. Als da wäre: Ein Opa mit Kalaschnikow, Nebelmaschinen-Einsatz Deluxe, Sci-Fi-Sets aus dem Archiv, weibliche Fashion-Victims, Käfer, die unter die Haut gehen (sehr beliebt bei FOR, siehe auch ’The Tomb’) und natürlich TEAGAN (die Powerbraut aus ’Sinbad-Herr der Sieben Meere’), die hier nur mit ein paar Fetzen Blech und dieser unsagbar voluminösen Silberlocke bekleidet durch den Forst pirscht.
Ärgerlich nur, dass die paar namhaften Darsteller (wie der fieselnde JM Vincent und der alternde JP Law) entweder nach dem Vorspann verschwinden und erst zum Finale wieder auftauchen, oder (wie im Fall von Ross Hagen) geifernd und überagierend dem Film eher schaden.
Dem Zuschauer bleiben dann nur noch verängstigte Mädel, ein Nerd (“Ich wollte immer ein Alien treffen. Ich war sogar Mitglied in einem Science Fiction Buchclub.“) und unsympathische Halbaffen. Einige der Protagonisten hatten übrigens auch ordentlich einen in der Krone, was aber nicht weiter wild war, denn ich selbst hatte auch schon ein paar Bierchen getankt.

The real Bride of the Atom

Und genau dasselbe rate ich euch auch, wenn ihr in Erwägung ziehen solltet, euch irgendwann einmal den ’Alienator’ zu geben. Das Teil fängt witzig an und schließt äußerst urig ab. Nur in der Zeit dazwischen ist der Lückenfüller-Wurm drin.


Hudson