2020: Texas Gladiators - FilmFlausen.de
                          




2020: Texas Gladiators



Originaltitel: Anno 2020 - I gladiatori del futuro (1982) Regie: Joe D'Amato & George Eastman Drehbuch: George Eastman & Aldo Florio
Darsteller: Al Cliver, Harrison Muller Jr., Donald O'Brien FSK: ungeprüft


Ohje, schon wieder ein Review das mit ’Ohje’ beginnt!

Und auch inhaltlich gibt es ’Altbewährtes’: Endzeit-Action. ’Postapokalypse Now’.

'Probleme mit Randalierern,
Mutanten & anderem Gesocks?
Wählen sie 1800 RANGER!'
’Law & Order’ ist nich mehr. Blut, Staub & Schweiß beherrschen das Bild und natürlich geht’s gleich finster los. Ein übler Trupp von Mutanten (sollen’s jedenfalls sein, sind in Wirklichkeit aber schlecht bemalte Pausen-Clowns) stürmt eine Kirchen-Ruine (soll’s jedenfalls sein, ist in Wirklichkeit aber nur eine ausgebombte Aldi-Halle mit Kreuz) und metzelt das Personal auf unglaublich bestialische Weise nieder.
Auftritt der ’Rangers’. Diese harten Jungs sind das Aufräumkommando der Nachwelt und machen der degenerierten Mischpoke aus Plünderern und Vergewaltigern die Hölle heiß. Als sich ’Ranger’ Catch Dog selbst als Vergewaltiger an der jungen Maida versucht, wird er von Anführer Nisus (Al Cliver, ’Demonia’) aus der Gruppe verstoßen.

Jahre später:
Nisus und Maida haben ein Kind und hausen mit anderen Überlebenden im Endzeit-Film typischen Silo-Stadion (in dem natürlich eigene Energie gewonnen wird), als der >hier ein Adjektiv eigener Wahl einsetzen, welches das Wort ’böse’ ersetzt< Banden-Führer, genannt ’der Schwarze’ (eine übel agierende Nazi-Glatze in SS-Uniform), mit seinen Brutal-Trupps einreitet. Natürlich sind diese Schurken (unter denen jetzt auch Catch Dog ein hohes Tier ist) hinter den Energiereserven her (’Mad Max 2’ ick hör dir trapsen!) und bringen alle Silo-Bewohner um (nachdem sie sie vergewaltigt haben!).

Jahre später:
Die drei übrig gebliebenen ’Ranger’ wollen Rache… Ach, wisst ihr was?! Ich hab keinen Bock mehr!

This Dude is eeevil!
Vergeuden wir hier keine weitere Zeit mit herablassenden Kommentaren zur Darstellerschaft (schäm dich, Al Yamanouchi! Du warst der Coolste in 'Sinbad - Herr der Sieben Meere') oder den >hier ein Adjektiv eigener Wahl einsetzen, welches das Wort ’lächerlichen’ ersetzt< Kulissen und kommen wir gleich zum Hauptaugenmerk der Kritik:
Die verabscheuugswürdige Gewalt.
Mord und Totschlag der übelsten Sorte, Vergewaltigungen aller Art, Folter und jede erdenkliche Degradierung des menschlichen Lebens, bis das Würgen kommt. Nee, Leute: Irgendwann ist Schluss mit lustig und diese Ansammlung von drastischer Brutalität sprengt auch meine großzügigen Grenzen des schlechten Geschmacks. Da helfen auch witzige Western-Elemente und durchaus anständige Action nicht drüber hinweg.
Die Krönung des Ganzen ist die willkürliche Einfügung einer ’Russisch Roulette’ Szene, die so dreist bei Michael Ciminos ’Die durch die Hölle gehen’ klaut, dass Christopher Walken alleine vom Zuschauen die Schläfe platzen würde. Als Ergänzung bekommen wir auch noch eine Szene, in welcher die Helden bei einem Indianer-Stamm zu Besuch sind, dessen Angehörige von itaienischen Pizza-Lieferanten mit Schwarzhaar-Perücken gespielt werden. Jaja, der wilde, wilde Westen.
Warum der Film ’Texas Gladiators’ heißt, wissen vielleicht die beiden (!) Regisseure Joe ’Ator’ D’Amato und ’Maneater’ Matschbirne George Eastman.

"Einmal Spaghetti a la 'Winnetou', kommte sofort!"

Fazit: Ein Film, der nicht mal im ’Schnellspul-Vorlauf’ erträglich ist. Brutal aber Zahnlos!

Hudson